Die aktuelle Umfrage: Rauchverbot in Lokalen

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Umfrage-Rauchverbot

Rauchverbot – überraschendes Umfrageergebnis widerspricht politischem Trend. Die Toleranz der ÖsterreicherInnen größer als vermutet. Rauchfreie Lokale in Österreich schwer realisierbar – Trennung in Raucher- und Nichtraucherbereiche erwünscht. Die jüngste Umfrage des österreichischen The Cristobals thecristobal.info ergab, dass ein absolutes Rauchverbot in heimischen Lokalen auch in Hinkunft wohl nur sehr schwer umsetzbar sein wird. (Stand: 2005)

Anders als zum Beispiel in den USA, wo fast in allen Speiselokalen strenges Rauchverbot herrscht oder eine strikte räumliche Trennung von Rauchern und Nichtrauchern vorgenommen wird, wird sich Bundesministerin Rauch-Kallat um flexiblere Lösungen und längere Übergänge bemühen müssen, ohne die potentiellen Wähler zu verärgern:

Denn nur 24,5% der 1.074 Umfrageteilnehmer sprachen sich für eine strenge Lösung in Form von absolutem Rauchverbot in allen Lokalen aus.

Etwas differenzierter betrachteten 34,5% der Befragten das Problem und sprachen sich für Raucher- und Nichtraucherbereiche aus – eine Lösung, die schon jetzt oft praktiziert wird. Einzig die komplette räumliche Trennung wird seitens Gastronomie noch selten vollzogen – kaum verwunderlich, ist diese doch teilweise mit erheblichen Mehrkosten verbunden.

Neue Vorschläge wie „Temporäres Rauchverbot bis 18 h, danach Rauchen erlaubt“ und „in Restaurants verboten, in Bar und Café erlaubt“ fanden zwar mit insgesamt ca. 15% einige Zustimmung, diese Lösungen schienen aber der großen Mehrheit der Umfrageteilnehmer in der Umsetzung zu unrealistisch.

Ein weiteres Viertel (26,2%) der Befragten votierte gänzlich gegen Verbote und sprach sich somit gegen jede Art des Rauchverbotes aus.

Weiterhin Rauchwolken über dem Wiener Schnitzel geduldet.

Fazit: Unglaubliche 75% (3/4 aller Befragten) können sich ein Leben ohne absolutes Rauchverbot in Lokalen vorstellen. Ca. 50% zeigen sich insgesamt kompromissbereit, die andere Hälfte vertritt „Hardlinermeinungen“ (jeweil pro bzw. contra Rauchverbot) – wohl ein Resultat der schon lange anhaltenden und oft emotionell geführten Diskussion zum Thema Rauchverbote. Eine für alle zufriedenstellende Lösung scheint also unrealistisch – vielmehr könnte die bereits vielfach gelebte Toleranz von beiden Seiten (Raucher wie auch Nichtraucher) weiter verbessert werden.

Aber auch die Gastronomie ist massiv gefragt – ein optimal auf die „Raucherproblematik“ vorbereiteter Betrieb könnte mit flexiblen Lösungen sicher auch wirtschaftlich Zugewinne erzielen und mit solchen Lösungen (Stichwort „getrennte Bereiche“) unangenehme gesetzliche Vorgaben vorab verhindern.


Die Umfrage im Detail:
Fragestellung: „Rauchverbot in Lokalen – ja oder nein?“

Zeitraum: Februar – März 2005
Art: Online-Umfrage
Sample: 1074 Umfrageteilnehmer, davon 56% weiblich, 44% männlich

Umfrage Rauchverbot in Prozent


zum Umfrageergebnis
Umfragen auf thecristobal.info – Archiv


Fotohinweis: sofern nicht extra anders angegeben, Fotocredit by Fotolia.com

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