Zuckerfreie Ernährung: Foodblog „my food my future“ – zuckerfrei gesund

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zuckerfreie ERnährung

My food my future – ein Foodblog, der sich dem Thema „zuckerfrei“ widmet und sich sehr selbstbewusst gibt. Unterti „Mein Essen – meine Zukunft“. Aber ist es nicht tatsächlich so, dass wir sind, was wir essen? Und was wir nicht essen?

Kennen wir nicht alle das Gefühl, zu viel oder das Falsche gegessen zu haben und dann mit vollem, drückenden Magen keinerlei Energie mehr aufzubringen? Oder zu spät…? Oder zu süß…? Oder wiedermal zu viel von dem wir ohnedies wissen, dass es uns nicht guttun wird…? My Food my future thematisiert nicht nur Ernährungsfragen mit Schwerpunkt „zuckerfrei“, sondern beinhaltet auch mentale Themen rund um Selbstdisziplin.

Zuckerfreie Ernährung – Artikelübersicht:

Das direkte Unwohlsein nach einer zu üppigen Mahlzeit ist dabei allerdings nur die unmittelbare unangenehme Auswirkung. Doch in Wahrheit geht es um viel mehr. Wer weiß, wie der eigene Körper funktioniert und vor allem welche Nährstoffe er braucht, um gut und möglichst lang reibungslos zu funktionieren, kommt gar nicht um die Frage der richtigen Ernährung herum, wenn er – möglichst beschwerdefrei – alt werden will. „Zuckerfrei“ ist dabei ein Schlüsselwort.

Foodblog zum Trendthema „Zuckerfreie Ernährung“

Tom Angermann hat sich viele Jahre täglich mit Gesundheit beschäftigt, mit Lebensmitteln experimentiert, manches weggelassen, andere Kombinationen probiert, Ergebnisse dokumentiert, bis er seinen Weg zum „Wohlfühlen“ gefunden hatte. Der Anlass war eine persönliche Krankengeschichte, die sich über Jahre hinzog, bevor Tom begann, sich mit den Fragen der eigenen Ernährung auseinander zu setzen anstatt sein Heil in der Schulmedizin zu suchen. Und eine Antwort war ganz deutlich, und die lautete: Zuckerfrei!

Die Quintessenz von „my-food-my-future“ Blogger Tom Angermann nach jahrelanger Recherche am und um den eigenen Körper rund ums Thema Essen: Zuckerfreie Ernährung ist ein, wenn nicht das das wirkungsvollste Werkzeug, um aus dem eigenen Körper das Bestmögliche herauszuholen.´

Wissen und Rezepte

Das Ergebnis ist – nicht untypisch für einen Foodblogger – ist eine farbenfrohe, ansprechende Seite mit den Schwerpunkten „Wissen“ und „Rezepte“.

Bei „Wissen“ geht es naturgemäß vor allem um Fragen rund um die Ernährung – Schwerpunkt „Wissen rund um Zucker und Zuckeralternativen“, aber auch andere wissenschaftliche und psychologische Titel wecken Interesse.

Die Kategorie „Rezepte“ ist in „vegetarisch“, „vegan“, „Frühstück“, „Süß aber gesund“, und „Sonstige“ untergliedert. Fein ist, dass bei den Rezepten pro Portion auch die Nährstoffangaben detailliert gelistet sind.

Interview mit Ernährungstrainer Thomas Angermann

Wir haben den Ernährungstrainer und Autor Thomas Angermann zum Interview gebeten, um mehr über die Hintergründe seiner Leidenschaft zu erfahren.

thecristobal.info: Wie kommt es, dass du dich beruflich mit dem Thema Ernährung und Kochen auseinandersetzt und machst du das hauptberuflich?

Tom: Ich habe vor 10 Jahren begonnen mich intensiv mit Ernährung zu beschäftigen, weil mein Körper aufgrund jahrelanger schlechter Ernährung einfach mal gestreikt hat, sodass ich mein Leben komplett verändern musste!

Im Moment betreibe ich meine Leidenschaft nur nebenberuflich. Mein Traum ist es, irgendwann davon leben zu können und den ganzen Tag Menschen zu helfen, dass sie zuckerfrei, aber ohne das Gefühl etwas zu vermissen, essen und auch mit 80 Jahren noch fit sind.

Ich finde es immer etwas traurig, wenn ich verschiedene Personen frage, wie alt sie werden möchten. Die meisten Antworten 70 oder maximal 80, weil sie Angst davor haben krank zu sein. So eine Einstellung wird leider viele gute Jahre des Lebens einfach so wegfressen.

thecristobal.info: Wir vermuten, dass das, was du auf deiner Homepage als „mein Heilungsverlauf“ darstellst, an deinem Interesse an Ernährung nicht ganz unbeteiligt ist. Möchtest du uns mehr darüber erzählen?

Tom: Wir Menschen haben die ungute Eigenschaft unsere Gesundheit als selbstverständlich anzusehen. Erst wenn wir sie verlieren, machen wir uns darüber Gedanken. Ich hatte das große „Glück“, dass mir mein Körper schon in sehr jungen Jahren einen „Tritt“ gegeben hat, indem er mir Krankheiten geschickt hat.

Anfangs habe ich nicht ganz verstanden, was er von mir will und bin verschiedene Ärzte abgelaufen. Es hat etwas gedauert, bis ich kapiert habe, dass der Hauptgrund meiner schlechten Verfassung meine Ernährung war – vorallem der Zuckerkonsum.

thecristobal.info: Du nimmst immer wieder Bezug auf deine eigene persönliche Erfahrung. Wie findet man eigentlich heraus, was einem gut tut und was nicht? Reines „trial and error“ oder legt man’s wissenschaftlicher an? Gerdae auch bezüglich des Themas „zuckerfrei“?

Ernährungsumstellung

Tom: Es gibt meiner Erfahrung nach verschiedene Meilensteine die wir Menschen auf der Suche nach einer gesunden Ernährung meistern müssen:

  • Zuerst wenden wir uns von unserer alten Ernährung ab, qeil wir irgendwie erkennen, dass sie die Ursache so manchen Übels ist
  • Danach testen wir irgendwelche Diäten aus, die meistens auch wissenschaftlich belegt wurden. Das war auch der Grund warum ich mich ein Jahr vegan ernährt habe und mich auch sehr viel mit anderen Diäten wie Paleo u.v.m. beschäftigt habe
  • Meistens kommt danach noch etwas „Spirituelles“ wie die chinesische Medizin oder Ayurveda
  • Zum Schluss erreicht man die letzte Phase, die natürliche Ernährung des Menschen

Die meisten Menschen bleiben leider oft in Phase 2 oder Phase 3 stehen – auch ich habe über 8 Jahre gebraucht, bis ich die Phase 4 erreicht hatte und mich natürlicher, zuckerfreuer Ernährung zugewendet habe.

Gesund.co.at: Bist du schon mit gesunder, zuckerarmer Ernährung aufgewachsen?

Tom: Tut mir leid, dass ich schmunzle. Natürlich nicht. Ich denke, dass es sonst meine Webseite und meine Bücher nicht geben würde. Ich war von Kindheit an ein absoluter Zucker Junkie. Meine liebste Droge war aber Ketchup. Ich habe wirklich alles mit dem Zeug gegessen. Ich glaube manche Leute fanden mich etwas eklig.

Ist zuckerfrei gesund?

thecristobal.info: Warum widmest du dich schwerpunktmäßig dem Thema „zuckerfreie Ernährung“?

Tom: Zuckerfreiheit ist meiner Meinung die absolute Basis für eine gesunde Ernährung. Die meisten Menschen denken, eine gesunde Ernährung ist recht einfach aber sich zuckerfrei zu ernähren sei schwer. Das stimmt einfach nicht. Das eine bedingt das andere. Die zuckerfreie Ernährung ist nur der erste Schritt zu einer gesunden Ernährung.

thecristobal.info: Zucker ist ja bekanntlich nicht gleich Zucker – da gibt es industriell gefertigten Zucker, Fruchtzucker, Zuckerersatzstoffe wie Birkenzucker, Ahornsirup, etc. oder künstliche Süßstoffe. Was ist deine Meinung dazu – muss man auf „süss“ verzichten, oder „nur“ auf Zucker – und wenn ja, auf welchen?

Tom: Ich sehe immer wieder Leute, die behaupten, sie ernähren sich zuckerfrei und schießen sich künstliche Süßstoffe in ihren Körper. Tut mir leid, aber das ist absoluter Blödsinn. Das geht komplett am Ziel vorbei.

Bei einem Sirup ist es schon etwas besser aber auch nicht perfekt. Im Vordergrund steht hier immer die Herstellung und Qualität des Produktes. Sirupe werden leider meistens industriell hergestellt, die Basis also erhitzt und verändert.

Mein Tipp: Umso mehr der Zucker in natürliche Vitalstoffe eingepackt ist, umso besser.

Honig

thecristobal.info: Honig sagt man einerseits Heilungskräfte nach, andererseits ist er als Dickmacher verschrieen. Was sagst du dazu?

Tom: Es ist so wie bei allen Lebensmitteln. Wenn jemand behauptet, ein bestimmtes Lebensmittel ist ungesund bzw. macht dick, dann kannst du davon ausgehen, dass dieser Mensch weit weg von Phase 4 ist. Ob Honig gesund ist, ist von vielen Faktoren abhängig

  • Flugroute der Bienen
  • Eventuelle Pestizid Belastung der angeflogenen Gebiete
  • Werden die Bienen zusätzlich gefüttert? Wenn ja – womit
  • Wie wurde der Bienenstock gebaut
  • Wurde das Material erhitzt oder schonend verarbeitet
  • Werden chemische Bienenarzneimittel verwendet?
  • Wie hoch ist der HMF Wert? (Der HMF Wert ist ein spezifisches Qualitätsmerkmal – je niedriger, desto besser)
  • Wie wurde der Honig vor Verkauf gelagert?
  • Wie lagert ihn der Konsument?
  • Wird der Honig vor dem Verzehr stark erhitzt?

Wie du siehst, ist das Thema sehr komplex. Im übrigen sind die Fragen, die man sich stellen sollte, bei jedem Lebensmittel zwar prinzipiell andere, sie haben allerdings alle den gleichen Hintergrund – herauszufinden, wie natürlich das Lebensmittel ist.

thecristobal.info: Welche Süssmacher verwendest du in deinen Rezepten?

Tom: Meine Süßmacher sind „gesunder“ Honig, natürliches frisches Obst oder auch Nüsse und je nach Lust etwas Zimt. Ab und zu gönne ich mir auch ein paar Trockenfrüchte oder Rohkostriegel mit Datteln.

thecristobal.info: Verrate uns doch bitte noch dein Lieblingsrezept und was du am liebsten dazu trinkst.

Tom: Ich muss gestehen, dass ich gar kein Lieblingsrezept habe. Ich koche immer, was mein Kühlschrank gerade bietet und was mir anschließend in den Sinn kommt. Dadurch, dass ich jeden Tag mehrmals frisch koche, sollte es natürlich einfach sein und schnell gehen. Deshalb liebe ich es, spontan verschiedene Gerichte in meiner Eisenpfanne zu zaubern.

Trinken? Was die Natur für mich vorgesehen hat. Wasser.

thecristobal.info: Wir danken für das Gespräch.

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¹ Thomas Angermann, Diplomierter Ernährungstrainer, Autor & Coach bei

Linktipps

– Alles über Zucker und Zuckerersatz
– Süß und gesund: Honig als Heilmittel
– Vegan leben – ist das gesund?
– Foodblog – was ist das?
– Paleo – Essen wie die Steinzeitmenschen

Fotohinweis: sofern nicht extra anders angegeben, Fotocredit by Fotolia.com

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